Pegel Heidelberg-Karlstor

Ab einem Wasserstand von 260 cm am Pegel Heidelberg-Karlstor gilt ausnahmslos Rudersperre.

Quelle: HVZ

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Erste Heidelberger Regatta „Rudern gegen Krebs“ am 12.9.2009

An einem strahlenden Samstag, dem 12. September 2009, war es endlich so weit: die erste Heidelberger Regatta „Rudern gegen Krebs“ füllte den Neckar und die Neckarwiese in Heidelberg mit regem Leben. Ob Profis oder Amateure, sie alle traten für den guten Zweck an. "Rudern gegen Krebs" ist eine Serie von Benefizregatten zur Förderung der Initiative "Sport und Krebs". Ziel der Regatten ist es, so ist es auf der Homepage der Stiftung „Rudern gegen Krebs“ nachzulesen, „Spenden einzuwerben, um möglichst vielen Krebspatienten die Teilnahme an diesem erfolgreichen therapiebegleitenden Projekt zu ermöglichen. Der Krankheitsverlauf, die Therapieverträglichkeit und die Lebensqualität werden für die meisten Patienten durch moderates Ausdauertraining im Rahmen des Programms "Sport und Krebs" spürbar positiv beeinflusst.“
Insgesamt sechzig Teams nahmen an der ersten Heidelberger Regatta „Rudern gegen Krebs“ teil. Unter ihnen Angehörige der Heidelberger Universität, Mitarbeiter der Heidelberger Klinken und Teams aus der Wirtschaft. So zahlreich die Teilnehmer waren, so bunt gestaltete sich auch die Auswahl der Teamnamen. Gleich ob „Die Strahlenden Carbon-Booster“, die „Flying Nurses“ oder „Die Holzwürmer“, bereits die Namen der Teams weckten große Erwartungen für die Rennen.
Die Regatta wurde in Vorläufen, Halbfinals und Finals ausgetragen. In zehn Vorläufen wurden die Teilnehmer der acht Halbfinals ermittelt. Die jeweils zwei besten Mannschaften qualifizierten sich für die Halbfinals der Profis, die dritt- und viertschnellsten Mannschaften für die Halbfinals der Amateure. Für die beiden Finals (Profis/Amateure) qualifizierten sich jeweils die Sieger und die zwei zeitschnellsten Mannschaften der Halbfinals. Die Unterscheidung zwischen „Profis“ und „Amateuren war der Fairness geschuldet. Schließlich nahmen nicht nur Mannschaften teil, die erst zum dritten Mal in ihrem Leben in einem Boot saßen, sondern auch Teams, die bereits seit Jahrzehnten ruderten. Am Ende standen die „Holzwürmer“ als Sieger bei den Profis und „Kielwasser“ als Sieger bei den Amateuren fest.
Doch eigentlich waren sie alle Sieger. Nicht viele von ihnen hatten geglaubt, dass sie sich derart gut schlagen würden. Noch Tage zuvor waren einige von ihnen zum ersten oder zweiten Mal in ihrem Leben in ein Ruderboot gestiegen und hatten mit den alltäglichen Herausforderungen des Ruderns ihre liebe Mühe gehabt: Wie schafft man es, in einem Vierer gemeinsam zu rudern? Und dann soll man die Skulls auch noch drehen? Während man nach vorne rollt? Das geht doch gar nicht! Da mussten schon alternative Techniken erprobt werden. Sei es, dass man die Skulls gar nicht erst drehte oder dass jeder für sich ruderte, voran kam man ja schließlich auch so. Doch dass das Ganze so wackeln musste! Irgendwie unangenehm. Doch für den Fall der Fälle hatte man ja schließlich erfahrene Steuerleute mit an Bord und für das Ein- und Aussteigen standen ja auch ausreichend freiwillige Helfer bereit. Überhaupt: verloren ging man bei der ersten Heidelberger Regatta „Rudern gegen Krebs“ nicht. So viele freiwillige Helfer der RGH waren überall anzutreffen, die mit anpackten und einem immer halfen. Und überhaupt war die Regatta super organisiert. Da konnte man ja sich nur noch aufs Rudern konzentrieren und zu rudersportlichen Höchstleistungen gelangen. Nun hatte viele endgültig das Ruderfieber gepackt. Einige der Teilnehmer kamen in der Folge sogar regelmäßig zur RGH, um am Montagsrudern teilzunehmen.
Ein weiteres Highlight des Tages war das Einlagerennen, bei dem ein sogenannter Promiachter, ein Uniachter und ein Uniklinikachter, man beachte den kleinen, aber feinen Unterschied, den halbierten Deutschlandachter herausforderten, der kurz nach seinem Sieg bei der Weltmeisterschaft dem Ruf des guten Zwecks gefolgt war. Auch so kann Rudern aussehen: gemeinsames Setzen der Blätter und zügiges Übers-Wasser-Gleiten. Von außen mochte es zwar anders aussehen als die Rennen zuvor, doch sie alle hatten ihr Bestes gegeben und Ihren Spaß. Und wenn im kommenden Jahr eine weitere Auflage der Heidelberger Regatta „Rudern gegen Krebs“ folgen sollte, dann werden die Teilnehmer der diesjährigen Regatta mit sicherlich genau so großem Engagement, dem Ruf des guten Zwecks folgen und dafür erneut an ihre Grenzen gehen.


Christine Axer

Bilder finden Sie hier und Pressestimmen (aus allen Jahren) da.