Pegel Heidelberg-Karlstor

Ab einem Wasserstand von 260 cm am Pegel Heidelberg-Karlstor gilt ausnahmslos Rudersperre.

Quelle: HVZ

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Gemeinschaftswanderfahrt auf Saale-Unstrut (30.5.-3.6.2018)

Dienstag, 26.06.18, Wanderfahrten

Erstmals in diesem Jahr wurde die traditionelle Wanderfahrt der Heidelberger Rudergesellschaft über das verlängerte Wochenende von Fronleichnam für Teilnehmer aus anderen Rudervereinen geöffnet. Detlef Döhnert, Peter Harlos und Harald Schewski hatten als Ziel der Rudertour die kleinen Flüsschen Unstrut und Saale in Sachsen-Anhalt ausgewählt. Ganz entsprechend dem Naturell der Organisatoren wurde praktisch nichts auf der Fahrt dem Zufall überlassen. Eine Vortour der Organisatoren, um vor Ort alle Möglichkeiten für den Transport und das Einsetzen der Ruderboote zu klären, erschien selbstverständlich. Generalstabsmäßig geplant wurde auch die Anreise der 30 Teilnehmer. Mit Privatfahrzeugen sowie einem Carsharing-Bus wurden die ca. 500 km von der Rhein-Neckar-Region aus zurückgelegt - auf dem Hinweg nicht ohne die vor langen Wochenenden fast unvermeidlichen Staus. Die meisten Teilnehmer reisten z.T. wegen beruflicher Verpflichtungen erst am Mittwoch an. Gegen 22 Uhr hatten denn auch die Nachzügler die Pension Felsenkeller erreicht.

Die Küche des Felsenkellers zeigte sich flexibel, nahm sogar telefonische Bestellungen entgegen, sodass alsbald nach Eintreffen leckere Gerichte die hungrigen Mägen füllten. Der Wirt verteilte als Abschluss des Essens für die anwesenden Gäste einen kleinen Likör, mit dem auf die untergehende Sonne, das schöne Wetter und die hoffentlich guten Aussichten für den Folgetag angestoßen wurde.

Am Donnerstag ging es nach einem reichhaltigen Frühstück erst einmal mit den Fahrzeugen, dem Bus des Pensionswirts eingeschlossen, zu der Einsatzstelle beim Kanuclub Artern. Hier hatte ein Vorauskommando bereits die Boote aufgeriggert. Auch stand für diese Gruppe ein Besuch der Modellbahnausstellung Wiehern auf dem Programm.

Auch bei dieser Wanderfahrt hat sich Fahrtenleiter Detlef Döhnert der Herausforderung gestellt, die Interessen und Bedürfnisse von vielen verschiedenen rudersportbegeisterten älteren und jüngeren Menschen unter einen Hut zu bringen. Ein umfangreiches Kulturprogramm mit Orgelkonzert, Führungen durch Dom und Stadt Naumburg, Wein-/Sektprobe in Deutschlands nördlichstem Weinbaugebiet und nicht zuletzt ein Abend mit einem klampfenden/singenden einheimischen Cowboy boten Abwechslung und rundeten die Reise durch diese wunderschöne Landschaft ab.

Größere und kleinere Widrigkeiten machten die Fahrt zum Abenteuer, konnten aber gelöst werden:

- durch die große Zahl der Teilnehmer waren wir auf 3 entfernte Nachtquartiere   verteilt, waren aber letztlich immer rechtzeitig zu Fahrtbeginn wieder vereint.

- Supergau am ersten Tag: für eines der Boote fehlen die Sitze! Es erfordert allerhand Autofahrerei, aber: Dank sei dem Ruderverein Merseburg, unserem Zielort, der uns 4 Sitze leiht.

- eines der Boote kollidiert in einer engen Kurve bei starker Strömung mit einem   Brückenpfeiler und verbiegt einen Ausleger total. Eine Schlosserei wird gefunden, die  den Schaden repariert, Glück gehabt!

- wir sind wie so oft spät dran, werden wir es rechtzeitig zur Weinprobe schaffen? Ja,        der zunächst unwillige Weinbauer unterliegt seiner eigenen Begeisterung und präsentiert uns seinen Keller trotz Terminverschiebung.

- An diesem Abend kommen wir sehr spät in unsere Unterkünfte – wer seinen Schlüssel nicht mitgenommen, sondern wie sonst auch abgegeben hatte, kam nicht in sein Zimmer und sein Bett! Irgendwie/irgendwo fand sich letztlich für jedes müde Haupt ein Plätzchen ...

Am Ende der letztlich gelungenen Fahrt (112 km gerudert) staunen einige von uns nicht ganz glücklich über den enormen Berg an Plastikabfall – vom Picknickbecher und -Teller über Plastiklöffelchen zu den leeren, und wirklich ärgerlich: den halbvollen Wasserflaschen, die wir ausgießen müssen – den wir da produziert haben. Da wir Ruderer uns als Umweltfreunde verstehen, sollten wir darüber nachdenken, ob wir nicht bei zukünftigen Fahrten eigene Tellerchen, Besteck und Becher mitführen wollen, und – ja, das rührt an unserem Bedürfnis nach Komfort: nachfüllbare Wasserflaschen? Was die Radfahrer können, können wir doch auch?

Ingrid Kramer-Schneider, Steffi Haase-Goos