Pegel Heidelberg-Karlstor

Ab einem Wasserstand von 260 cm am Pegel Heidelberg-Karlstor gilt ausnahmslos Rudersperre.

Quelle: HVZ

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Trainervorstellung: Emiko Abe

Mittwoch, 17.03.21, Ressort Breitensport, Vereinsleben

Emiko Abe

Heute möchten wir euch Emiko Abe (45) vorstellen, die seit 2014 in der RGH ist. Als Trainerin tätig ist sie seit 2008, zunächst im Vancouver Rowing Club, Canada mit dem Programm "Learn to Row". Seit 2015 leitet sie auch in der RGH Anfängerkurse des Breitensports. 

 

Emiko, wie bist du zum Rudern gekommen?

Eine Kollegin hatte sich für einen Ruder-Anfängerkurs angemeldet. Am ersten Kurstag musste sie kurzfristig absagen und hat mich gebeten, als Ersatzruderin zum Kurs zu gehen, um ihren Platz im Kurs nicht zu verlieren. Ich hatte niemals vorher über Rudern nachgedacht, aber habe gleich „na klar!“ gesagt. Es hat so viel Spaß gemacht, dass ich als Ersatzruderin für diese Mannschaft blieb (3 Monate lang bis zu 4 mal pro Woche).

 

Wie bist du zum RGH gekommen?

2013 sind wir von Kanada nach Deutschland umgezogen. Einmal habe ich Ruderer auf dem Neckar gesehen und war überrascht, dass es in dieser Stadt die Möglichkeit zum Rudern gibt. Ich kam vorbei und obwohl ich kaum Deutsch sprechen konnte, waren die Mitglieder so freundlich, dass ich mich sofort angemeldet habe.

 

Wie / warum kamst du auf die Idee, Trainerin zu werden?

Ich bin schon 5 Jahre lang Steuerfrau für Rennmannschaften gewesen, als Vancouver Rowing Club mir eine Trainerstelle angeboten hat. Meine Erfahrung als Steuerfrau hat mir eine einzigartige Perspektive auf Rudern gegeben und hilft mir immer noch.

 

Was macht dir am meisten Spaß daran, Trainerin zu sein?

Ich liebe es, mit neuen Ruderern zu arbeiten. Ich muss oft Übersetzer spielen – Rudern ist sehr technisch, und ich muss den Ruderjargon in die Alltagssprache bringen. Es muss erklärt werden, wie man das Boot balanciert, wie die kleinste Körperbewegung das Laufen des Bootes beeinflussen kann und so weiter. Ich genieße die Herausforderung und überlege mir immer neue Übungen oder probiere neue Erklärungen aus. 

Das Aha-Erlebnis, wenn die Anfänger endlich verstehen wie alles funktioniert ist klasse. Wenn ich den Enthusiasmus und die Mühe der Leute sehe, dann hat es sich allemal gelohnt.

 

Wann macht dir am wenigsten Spaß, Trainerin zu sein?

Ganz einfach – schlechtes Wetter! Rudern ist ein Wassersport, das bedeutet wir sind draußen und genießen die Natur. Leider gibt es ein paar Wetterverhältnisse, die einen Rudertag verderben können, zum Beispiel Hochwasser, Gewitter, Windböen und sogar Überhitzung im Sommer. Und es gibt nichts, das wir tun können. Hoffentlich sind wir an Land, wenn sowas passiert, aber manchmal passieren Überraschungen und wir müssen ruckzuck nach Haus kommen (und mit Anfängern kann es schwierig sein).

 

Was macht deine Trainingsgruppe nach besonders aus?

Die TeilnehmerInnen der Anfängerkurse wechseln jedes Jahr und sie sind alle sehr unterschiedlich im Alter zwischen 20 und 60. Manche sind schon vor Jahren mal gerudert, aber die meisten sind niemals gerudert und interessieren sich dafür, weil sie es einfach auf dem Neckar gesehen haben. Egal aus welchem Grund sie kommen, sind sie mutig. Rudern ist nicht einfach und es ist es definitiv viel schwieriger als es aussieht.

 

Welche Ziele möchtest du innerhalb der RGH noch erreichen?

Als Trainerin würde ich gern mehr Möglichkeiten bieten, um Riemen zu probieren. 

 

Noch was...

Ich habe in Vancouver, Kanada mit Rudern angefangen. Dort ist Rudern immer ein Abenteuer – da landen die Wasserflugzeuge ganz nah, die großen Wellen von massiven Kreuzfahrtschiffen nähern sich und man muss auf Wildtiere wie Orcas, Robben und Otter aufpassen. Alles ganz normal.

Ich finde die alten Holzboote wie der 8-er an RGH sehr faszinierend. Klar sind sie schwer zu tragen und brauchen mehr Liebe als andere Boote, um sie fertig zum Rudern zu machen, aber damit rudern wir “ein Stück von Gestern”, das finde ich cool.