Pegel Heidelberg-Karlstor

Ab einem Wasserstand von 260 cm am Pegel Heidelberg-Karlstor gilt ausnahmslos Rudersperre.

Quelle: HVZ

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Deutschland-Achter und 92 Boote-Rekord bei 4. Regatta „Rudern gegen Krebs“ in Heidelberg


Sonntag, 8.9.2013, Neckarwiese Heidelberg – Sportler aus diversen Disziplinen legten sich in die Riemen bei der vierten Benefizregatta in Heidelberg. Deutschland Achter, U23-Achter und Marcel Hacker starteten im legendären „Einer gegen Alle“ gegen- bzw. miteinander gegen den Krebs.

Ein sportlicher, unterhaltsamer Tag für die gute Sache: Etwa 4000 Zuschauer feierten ein Fest zu Land und zu Wasser, fieberten beim Rennen der Rudergrößen, lauschten den Songs von Claus Eisenmann und bewunderten die Darbietung des Artistic Show Teams der KTG Heidelberg. Am Ende des Tages stand ein Gesamterlös von knapp 60 000 Euro fest, der, abzüglich der Unkosten, in das Programm "Bewegung und Krebs" am NCT fließen wird.

Exakt um 9:00 Uhr wurde die 4. Heidelberger Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ eröffnet. Je ein Vertreter der Organisatoren - Dr. Klaus Möller von der Stiftung „Leben mit Krebs“, Prof. Dr. Dirk Jäger vom Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg und Hartmut Kempf von der Rudergesellschaft Heidelberg 1898 e.V. (RGH) - ruderte im Doppeldreier der Regatta voran. Kurz danach starteten die ersten der 92 Boote auf der 300-Meter-Strecke.

Bereits in der ersten Pause begeisterte das Artistic Show Team der Kunstturngemeinschaft Heidelberg. Die Darstellung war eine einzige Augenweide. Doch die Männer der KTG konnten nicht nur turnen, sondern sie starteten sogar als Team bei der Regatta. In der zweiten Pause sorgte Claus Eisenmann für musikalische Unterhaltung - zunächst mit leisen Tönen, rockte aber bei seinem zweiten Auftritt das Neckarufer in bewährter Weise.

Zum Prominentenrennen traten in Einzelbooten u. a. der Regatta-Schirmherr Manfred Lautenschläger, der SPD-Bundestagsabgeordnete Lothar Binding, Turnerin Elisabeth Seitz, der Mannheimer Unternehmer Manfred Fuchs, die Schwimmerin Petra Dahlmann, die ehemalige Hockey-Nationalspielerin Fanny Rinne sowie Spieler von SV Sandhausen und TSG Hoffenheim zusammen mit Basketballern der MLP Academics gegeneinander an. Hier siegte am Ende der Schirmherr Lautenschläger verdient. Traditionell beendete auch dieses Jahr ein von Patienten gerudertes Drachenboot zu den Klängen von Hubert von Goisern das Programm zu Wasser.

Heiße Kopf-an-Kopf-Rennen von Ruderneulingen, -erfahrenen und Prominenten
Die Regatta war an Spannung nicht zu überbieten. So gab es Rennen, die ganz klar von einem Team dominiert wurden, aber auch heiße Kopf-an Kopf-Rennen. Schließlich setzten sich die "BioCats" vom DKFZ und NCT bei den Frauen, das Team "insinno 1" bei den Männern und das Team Frauenklinik der Universitätsmedizin Mannheim bei den "Gemischten" durch.

Der unbestrittene Höhepunkt war der Auftritt Marcel Hackers, der im Rennen „Einer gegen den Deutschland-Achter und den U23 Achter“ an den Start ging und an seine legendären Erfolge der vergangenen Heidelberger Regatten anknüpfen wollte. Bereits am Vorabend hatte man sich darauf geeinigt, dass Hacker mit fünf Sekunden Vorsprung starten durfte. Es wurde ein hartes Rennen, welches Hacker zunächst anführte. Doch erwartungsgemäß siegte der Deutschland-Achter vor dem U23-Achter und  Hacker.
Informationen, Spiel und Spaß an den Ständen

Auch in diesem Jahr standen die Besucher Schlange an den Ergometern der RGH,  um Meter für Meter für die gute Sache zu rudern. Die Heidelberger Volksbank honorierte jede hundert  geruderte Meter mit einem Euro, so dass alleine auf diese Weise mehr als 4000 Euro zusammenkamen. Zu erwähnen sei hier die Leistung von Bastian Faralisch vom Heidelberger Ruderklub (HRK), der über drei Stunden auf dem Ergometer verbrachte und 50 Kilometer und damit in einer Art Amtshilfe von Ruderklub zu Rudergesellschaft sage und schreibe 500 Euro erruderte. Chapeau!

Auch die Lose der von Value Events organsierten Tombola fanden wieder reißenden Absatz und erzielte ein Spendenaufkommen von 3.000 Euro. Die Hauptgewinne waren ein Fahrrad und ein Gutschein der Schloßgastronomie Heidelberg. Eine Typisierungsaktion durch B.L.u.T. e.V, Kinderschminken, ein Mitmachlabor, eine Torschußanlage und ein Fitness-Check sowie die Beach-Lounge der Heidelberger Dienste komplettierten das Unterhaltungs-/Informationsprogramm zu Land. Für Stärkung sorgt der RGH Biergarten in bewährter Weise.

Unterstützung für die gute Sache: Die Schüler des Englischen Instituts, Heidelberg, unterstützt von der Volksbank Kurpfalz H&G Bank, spendeten in Summe 4.500 aus ihrem Sponsorenlauf.  1.000 Euro spendete das St. Raphael-Gymnasium.

Schirmherr und Heidelberger Oberbürgermeister Dr. Eckhardt Würzner besuchte die Moderatoren auf ihrem Steg zum Interview. Ihm folgen im Laufe des Tages Politiker aller Colour, so z.B. Dirk Niebel, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung,  SPD-Bundestagsabgeordneter Lothar Binding, MdB Karl A. Lamers und Dr. Franziska Brantner, Mitglied des Europäischen Parlaments.

Moderiert wurde der komplette Regattatag von RNF-Sportchef Wolfgang Grünwald und Regatta-Verbandssprecher Rainer Fiedler. Die beiden informierten in bewährter Weise, heizten das Publikum zum Anfeuern an und führten viele spannende Interviews.  Ein Pressegespräch mit anschliessender Autogrammstunde des Deutschland-Achters am Nachmittag sorgte für Information der Vertreter der schreibenden Zunft und für große Aufmerksamkeit bei Jung und Alt.  

Summa Summarum: Was diese Heidelberger Regatta auszeichnet, ist neben der hohen Prominentendichte, das Miteinander. Die unterschiedlichsten Sportdisziplinen verweben sich freundschaftlich und steigen miteinander in Boot – für die gemeinsame Sache.

Der Deutschland Achter, der U23 Achter und Marcel Hacker haben in 2012 Olympiamedaillen und in Korea Silber und Bronze geholt. In Heidelberg haben sie die Herzen erobert, den Neckar zum Strahlen gebracht und die Reichweite dieser Benefizregatta erfreulich erweitert.

Annette Kerstein, Leiterin Öffentlichkeitsarbeit der Abteilung Rudern der RGH,
im Namen der Veranstalter Stiftung Leben mit Krebs, NCT Heidelberg und RGH: